Parkinson
Hast du Parkinson oder kennst du jemanden mit Parkinson?
Aktuell leben rund 6,3 Millionen Menschen weltweit mit der neurologischen Erkrankung Parkinson. Da sie zu den am schnellsten wachsenden Nervenkrankheiten zählt, schätzen Expert:innen, dass sich die Zahl der Betroffenen bis 2040 auf über 12 Millionen verdoppeln könnte.1
Mit diesem Artikel möchten wir dich besser über das Thema Parkinson aufklären.
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Termin buchenWas ist Parkinson?
Parkinson ist eine Krankheit des Gehirns. Dabei sterben nach und nach Nervenzellen ab, die für unsere Bewegung wichtig sind. Weil diese Zellen fehlen, werden bestimmte chemische Signale im Gehirn nicht mehr richtig weitergegeben. Wenn du von dieser Krankheit betroffen bist, kann dies dazu führen, dass Bewegungen schwer fallen: Vielleicht merkst du, dass du langsamer wirst, unkontrolliert zitterst oder Probleme mit dem Gleichgewicht oder der Abstimmung von Bewegungen hast. Du kannst aber auch andere Schwierigkeiten erleben, wie zum Beispiel Schlafstörungen und Schmerzen. Ungewöhnliche oder seltsame Körpergefühle wie Kribbeln, als ob Nadeln picken, Taubheitsgefühle oder Brennen und Kälte an einer Stelle können ebenfalls typische Symptome von Parkinson sein.2
Wie entsteht die Krankheit?
Parkinson entsteht, weil im Gehirn langsam Nervenzellen absterben, die den wichtigen Botenstoff Dopamin produzieren. Dopamin ist entscheidend für die Steuerung unserer Bewegungen. Ein Mangel an Dopamin führt zu den bekannten Parkinson-Symptomen wie Zittern, Steifheit, langsamen Bewegungen und Problemen mit dem Gleichgewicht. Im Verlauf können auch andere Beschwerden wie Schwierigkeiten beim Denken, Depressionen oder Verhaltensänderungen auftreten. Charakteristisch sind oft auch kleine Eiweissablagerungen im Gehirn, die Lewy-Körperchen genannt werden und bei der Diagnose eine Rolle spielen können.5,6
Was erhöht das Risiko für Parkinson?
Verschiedene Dinge können dazu beitragen, dass man an Parkinson erkrankt. Das Alter spielt eine grosse Rolle – je älter man wird, besonders ab 70, desto höher ist das Risiko. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen. Auch die Art und Weise, wie wir leben und welche Einflüsse aus unserer Umwelt auf uns wirken, sind wichtig, denn in westlichen Ländern tritt Parkinson öfter auf als in östlichen.6
Meistens ist es nicht nur eine einzige Ursache, sondern eine Kombination aus verschiedenen Faktoren.3 Dazu gehören:
Umwelteinflüsse: Längerer Kontakt mit bestimmten Chemikalien wie Pestiziden, Ölen oder Metallen. Auch Kopfverletzungen können das Risiko erhöhen.
Vererbung: Wenn Parkinson bereits in der Familie vorkommt, kann das Risiko leicht erhöht sein. Interessanterweise zeigen Studien aber, dass die Gene allein nur einen kleinen Teil des Risikos erklären. Die Umwelt scheint gerade bei Menschen mit genetischer Veranlagung eine grosse Rolle zu spielen.7
Lebensstil und Gesundheit: Probleme mit dem Darm, chronische Entzündungen oder auch bestimmte medizinische Behandlungen (wie Chemotherapien oder Narkosen) werden als mögliche Risikofaktoren diskutiert.
Gibt es etwas, das schützen kann?
Ja, es gibt Hinweise darauf, dass bestimmte Lebensgewohnheiten das Risiko senken oder den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen können:3,6
Regelmässige Bewegung:8 Viel Sitzen scheint das Risiko zu erhöhen. Wer sich täglich mindestens zwei Stunden bewegt (egal wie – ob beim Gehen, Joggen oder Tanzen9,10), kann sein Risiko senken. Studien deuten darauf hin, dass mehr Bewegung insgesamt zu weniger Parkinson-Fällen führen könnte.17
Kaffee:8 Regelmässiger Kaffeekonsum wird ebenfalls mit einem geringeren Parkinson-Risiko in Verbindung gebracht. Koffein könnte dabei helfen, bestimmte Gehirnzellen zu schützen. Aber Achtung: Zu viel Kaffee ist natürlich trotzdem ungesund für Herz und Schlaf.
Wie erkenne ich Parkinson und welche Symptome gibt es?
Die Diagnose von Parkinson ist nicht einfach, weil es keinen einzelnen Test dafür gibt. Ärzt:innen stellen die Diagnose anhand der typischen Symptome, welche sie beobachten:
Hauptsymptome der Bewegung:
Verlangsamte Bewegungen (Bradykinese): Alles geht langsamer und schwerfälliger.
Steifheit (Rigor): Die Muskeln sind steif und lassen sich nur schwer bewegen.
Zittern in Ruhe (Ruhetremor): Ein Körperteil (oft Hand oder Fuss) zittert, wenn es gerade nicht benutzt wird.
Gleichgewichtsprobleme (Posturale Instabilität): Schwierigkeiten, die Balance zu halten, was das Sturzrisiko erhöht. Diese Bewegungsprobleme können das Gehen erschweren. Manchmal haben Patient:innen auch das Gefühl, als würden ihre Füsse plötzlich am Boden festkleben ("Freezing" oder "Einfrieren des Gangs"), besonders beim Drehen oder Losgehen.13
Andere (nicht-motorische) Symptome: Parkinson betrifft oft auch andere Bereiche des Körpers und Gehirns. Diese Symptome können sogar schon vor Bewegungsproblemen auftreten. Dazu gehören:
Probleme mit der Verdauung (Verstopfung)
Schlafstörungen (sehr häufig)
Veränderungen im Denken und Verhalten (z. B. Schwierigkeiten bei Konzentration, Gedächtnis, Wortfindung)11,12,14,15
Gefühle wie Niedergeschlagenheit (Depression)
Ungewöhnliche Körperempfindungen (wie Kribbeln oder Schmerzen, siehe vorherige Erklärung): Solche Symptome können die Kommunikation und soziale Teilhabe erschweren. Studien zeigen, dass sich soziale Isolation negativ auf die Parkinson-Symptome auswirkt.16
Zusammenfassend lässt sich sagen: Parkinson hat verschiedene mögliche Ursachen, darunter Alter, Gene, Umwelt und Lebensstil. Bewegung und möglicherweise Kaffee könnten leicht schützend wirken, Rauchen ist dagegen extrem schädlich. Die Krankheit erkennt man an typischen Bewegungsstörungen, aber auch viele andere Symptome können auftreten.
Mythen über Parkinson – Was stimmt und was nicht?
Es gibt einige falsche Vorstellungen über Parkinson, hier klären wir die häufigsten Mythen auf:
"Parkinson-Patient:innen sollten keine körperliche Aktivität ausüben – das ist gefährlich!"
Das stimmt nicht, ganz im Gegenteil! Körperliche Aktivität kann Menschen mit Parkinson sehr helfen. Sie verbessert nicht nur die allgemeine Gesundheit, sondern hat auch spezielle positive Effekte bei Parkinson, wie bessere Beweglichkeit, weniger depressive Symptome und eine höhere Lebensqualität. Viele Bewegungsarten sind nützlich, zum Beispiel Training auf dem Laufband, Tanzen, Tai-Chi, Yoga oder Krafttraining.9,18,19
Wichtig ist, dass das Training auf die jeweiligen Fähigkeiten und Bedürfnisse abgestimmt wird.
"Parkinson besteht nur aus motorischen Symptomen (Probleme mit der Bewegung)!"
Die Parkinson-Krankheit zeigt sich nicht nur durch Bewegungsprobleme. Es gibt viele andere Symptome, die nichts mit Bewegung zu tun haben und oft schon Jahre vor den ersten motorischen Anzeichen auftreten. Diese nicht-motorischen Symptome können den Geruchssinn betreffen, Schlafprobleme, Depressionen und Verstopfung umfassen. Diese Symptome werden oft übersehen oder als weniger wichtig angesehen, können aber das Leben stark beeinträchtigen. Sie können Probleme mit dem Denken (kognitive Störungen), mit der Kontrolle von Körperfunktionen und mit der körperlichen Wahrnehmung (sensorische Störungen) sein. Die Behandlung dieser Symptome kann anders sein als die übliche Parkinson-Therapie, die oft auf die Verbesserung der Bewegungsfähigkeit abzielt. Manchmal versucht man, die Empfindlichkeit des Körpers auf Dopamin zu ändern, um diese Symptome zu behandeln.22
Weisst du noch? Dopamin ist ein wichtiger Botenstoff in unserem Gehirn, der uns hilft, Bewegungen zu steuern. Bei Parkinson-Patient:innen sterben die Zellen ab, welche Dopamin produzieren, was wiederum, wie oben erwähnt, zu Bewegungsproblemen führt.
"Nur ältere Menschen bekommen Parkinson!"
Dieser Mythos stimmt so nicht ganz, auch wenn Parkinson wirklich meistens ältere Menschen betrifft. Das liegt daran, dass unser Körper im Alter eben anfälliger für bestimmte Veränderungen wird. Aber Achtung: Es gibt auch die "Young-Onset Parkinson's Disease (YOPD)", bei der die Symptome schon zwischen 21 und 39 Jahren anfangen können. Klar, die meisten Fälle sind immer noch bei Älteren – Studien zeigen, dass es bei den 70- bis 79-Jährigen doppelt so viele Parkinson-Fälle gibt wie bei den über 90-Jährigen.26,27,28 Aber egal wie alt du bist, ein gesunder und positiver Lebensstil kann immer dazu beitragen, Risikofaktoren zu minimieren. Du hast also einen Teil deiner Lebensqualität von morgen selbst in der Hand!
"Nur Medikamente können mir helfen!"
Medikamente sind bei Parkinson super wichtig, gerade die, die den Dopaminmangel im Gehirn ausgleichen, wie zum Beispiel Levodopa. Aber du kannst noch so viel mehr tun! Ein aktiver Lebensstil ist entscheidend. Parkinson-Patient:innen, die regelmässig Sport machen, kommen oft viel besser im Alltag klar als jene, die nicht aktiv sind. Bewegung hilft nämlich nicht nur bei den motorischen (Bewegungs-) Symptomen, sondern auch bei den nicht-motorischen Beschwerden.20,21
Heutzutage setzt die moderne Parkinson-Behandlung auf einen "multidisziplinären Ansatz". Das bedeutet, dass ganz viele verschiedene Fachpersonen zusammenarbeiten: Physiotherapeut:innen, Ergotherapeut:innen, Logopäd:innen, Neurolog:innen, Psycholog:innen und Ernährungsberater:innen. So bekommst du die bestmögliche Unterstützung für deinen Körper und deine Seele.20,21
"Es ist möglich, genaue Prognosen über den Verlauf der Krankheit zu stellen"
Das ist leider eine echte Herausforderung! Es ist sehr schwierig, genau vorherzusagen, wie sich Parkinson bei jemandem entwickeln wird. Es gibt zwar Studien, wie die von Velseboer aus dem Jahr 2016, die Modelle entwickeln, um den Verlauf fünf Jahre nach der Diagnose abzuschätzen. Dabei werden Dinge wie dein Alter und Testergebnisse berücksichtigt. Aber Parkinson verläuft eben bei jedem Menschen anders. Viele Faktoren spielen eine Rolle, zum Beispiel deine Gene, Umwelteinflüsse oder andere Krankheiten, die du vielleicht hast.23
Man kann also einige Dinge vorhersagen, aber die Genauigkeit ist begrenzt. Die Forschung muss weitergehen, um bessere „biologische Marker" zu finden – das sind quasi Anzeichen im Körper, die uns helfen, die Krankheit besser zu verstehen und genauer zu behandeln.24,25
Was kannst du von uns erwarten?
Therapieansätze
Bei PlenaVita legen wir riesigen Wert auf einen aktiven Lebensstil. Warum? Weil er uns fit hält und unsere körperliche Leistungsfähigkeit verbessert! Wir bieten dir ein umfangreiches Therapieprogramm mit verschiedenen Ansätzen, damit du die maximal mögliche Lebensqualität hast.
Unsere Behandlungen lassen sich grob in zwei Bereiche unterteilen:
Konditionelles Training: Hier geht es darum, deine körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten – also Kraft, Beweglichkeit und Ausdauer.
Aufgabenspezifisches Training: Das hilft dir, deine Bewegungen zu verbessern, zum Beispiel deine Gangsicherheit, Bewegungseffizienz und Koordination.
Gesundheitliche Vorteile von regelmässigem Training
Regelmässiges Training bringt dir viele Vorteile, die über das rein Körperliche hinausgehen:
Bessere Denkfähigkeit (kognitive Funktion)98
Weniger Depressionen99,100
Besserer Schlaf101,102
Weniger Verstopfungen105
Reduzierte Müdigkeit (Fatigue)104
Verbesserte Bewegungsabläufe (motorische Leistung)103
Erhöhte Medikamenten-Effizienz: Training kann sogar helfen, dass dein Körper Levodopa besser aufnimmt und Medikamente wirkungsvoller werden!29,30
Gerade für Menschen mit Parkinson ist es sehr wichtig, aktiv zu bleiben. Denn die Parkinson-Symptome können den allgemeinen Gesundheitszustand und die Lebensqualität schneller verschlechtern. Dazu kommt, dass wir im Alter sowieso an Belastbarkeit verlieren, zum Beispiel durch Muskelschwund (Sarkopenie).37
Deshalb ist es so wichtig, dass du dein Training beibehältst oder damit anfängst! So kannst du möglichst lange deinen Hobbys nachgehen und deinen Alltag selbstständig meistern. Genau hier setzt unsere Therapie an!
Aerobes Ausdauertraining
Viele Parkinson-Patient:innen haben oft nicht die beste Ausdauer. Um das zu ändern, empfehlen wir dir moderates Ausdauertraining. Das verbessert nicht nur, wie gut dein Körper Sauerstoff aufnimmt, sondern hilft auch bei Problemen wie Schlafstörungen und Depressionen.78-80 Zusätzlich verringert es motorische Einschränkungen, was sich positiv auf deine Gehfähigkeit und dein Gleichgewicht auswirkt – und das bedeutet: weniger Stürze!76-78,81
Ein weiteres häufiges und echt belastendes Symptom bei Parkinson ist die Erschöpfung. Auch hier kann Ausdauertraining Wunder wirken und diese Müdigkeit deutlich reduzieren.75 Was noch dazukommt: Ausdauertraining kann sogar die Wirkung der Medikamente so beeinflussen, dass die Unterschiede zwischen den „On-Phasen" (wenn die Medikamente super wirken und du dich gut bewegen kannst) und den „Off-Phasen" (wenn die Wirkung nachlässt und die Symptome stärker werden) nicht mehr so ausgeprägt sind. Deine Symptome stechen dann nicht mehr so stark heraus.73,76
Wir empfehlen dir ein moderates Ausdauertraining (ungefähr 60–70 % deiner maximalen Herzfrequenz) 2- bis 3-mal pro Woche für 30 bis 40 Minuten. Dabei solltest du dich noch in kurzen Sätzen unterhalten können, längere Gespräche könnten deine Atmung etwas erschweren. Ob du lieber Fahrrad fährst (oder auf dem Ergometer sitzt), auf dem Laufband trainierst, tanzt oder etwas ganz anderes machst, ist ganz dir überlassen. Das ist nur eine Empfehlung – verschiedene Varianten und Intensitäten können alle zu Erfolgen führen!74,78,80
Laufbandtraining/Gangtraining
Gang- und Laufbandtraining sind wichtige Therapieansätze, um deine Mobilität bei Parkinson zu verbessern. Sie helfen dir, besser zu gehen, dein Gleichgewicht zu halten und deine allgemeine körperliche Leistungsfähigkeit zu steigern.84 Du kannst Gangtraining ganz unterschiedlich machen: auf festem Boden (geradeaus, um Kurven, mit Hindernissen) oder eben auf dem Laufband (flach, bergauf, bergab). Jede dieser Methoden führt zum Ziel!82,83,84
Das Parkinson-Gangbild – was passiert da eigentlich?
Bei Parkinson verändern sich die Bewegungen oft frühzeitig. Vielleicht kennst du das:
Weniger Armschwung: Dein Rumpf dreht sich beim Gehen weniger, und die Arme schwingen nicht mehr so frei mit.
Weniger flüssige Bewegungen: Durch das Zittern können deine Bewegungen eher stockend wirken.
Ungleichmässige Nutzung der Gliedmassen: Arme und Beine werden manchmal nicht mehr gleichmässig eingesetzt.
Diese Veränderungen führen oft dazu, dass deine Schrittlänge kürzer wird und du langsamer gehst. Eine weitere Herausforderung ist es, die Balance beim Gehen zu halten, um Stürze zu vermeiden. Das liegt zum einen an der altersbedingten Verschlechterung der Gehfähigkeit und zum anderen an Parkinson-spezifischen Koordinationsproblemen:
Die Krankheit beeinträchtigt zusätzlich die Fähigkeit, Bewegungen zu koordinieren, was besonders die Stell- und Haltereflexe verringert.
Gute Nachricht: Laufbandtraining kann deine Gehgeschwindigkeit und Schrittlänge deutlich verbessern!85 Das heisst, nach regelmässigem Training kannst du schneller und mit grösseren Schritten gehen. Das macht deinen Alltag viel einfacher und erhöht deine Mobilität. Stell dir vor, du kannst bei Spaziergängen, Erledigungen oder Wanderungen mit Freunden oder Familie besser mithalten! Eine Langzeitstudie hat sogar gezeigt, dass nach 24 Wochen Laufbandtraining nicht nur die Gehgeschwindigkeit, sondern auch die gesamte Gehstrecke deutlich besser wurde. Und diese positiven Effekte hielten sogar sechs Monate nach Ende des Trainings an!86
Kognitives Training: Sphery, ddrobotec und Dividat!
Der Sphery, der ddrobotec und der Dividat sind geniale und interaktive Trainingssysteme! Du trainierst gleichzeitig dein Gehirn und deinen Körper, indem du Denk- und Bewegungsaufgaben kombinierst.48,51,52,54,57
Was erwartet dich im Sphery?
Im Sphery erwartet dich ein einzigartiges Spielerlebnis, das Bewegung und Spass perfekt kombiniert! Stell dir vor, du kannst in aufregenden Spielen virtuell durchs All reisen und dabei durch ganz unterschiedliche Bewegungen Punkte sammeln. Oder du testest deine Schnelligkeit und Geschicklichkeit, indem du versuchst, so viele Münzen wie möglich einzusammeln. Es ist nicht nur ein Training, sondern ein echtes Abenteuer, bei dem du gleichzeitig deinen Körper und deinen Geist herausforderst!
Was erwartet dich im ddrobotec?
Im ddrobotec betrittst du die nächste Generation des Trainings, bei der modernste Technologie auf dich zugeschnitten ist! Hier kannst du dich ganz gezielt auf die Verbesserung deiner Stärke und Koordination konzentrieren. Der ddrobotec ist so konzipiert, dass er sich präzise an deine Bedürfnisse anpasst und dir dabei hilft, deine Bewegungen zu verfeinern und deine Kraft systematisch aufzubauen. Du führst dabei Übungen aus, die deine Muskeln stärken und deine Bewegungsabläufe optimieren, während das System deinen Fortschritt genau verfolgt. Es ist die perfekte Kombination aus wissenschaftlich fundiertem Training und individueller Anpassung, um deine körperlichen Fähigkeiten auf ein neues Level zu heben.
Was erwartet dich im Dividat?
Stell dich auf den Dividat und tauche in eine Welt ein, in der deine Füsse zum Controller werden. Auf einer speziellen Sensorplatte, dem Dividat Senso, steuerst du durch Gewichtsverlagerung und gezielte Schritte spannende Spiele auf einem Bildschirm. Du trainierst dabei nicht nur deine Beinmuskulatur, sondern vor allem deine Balance, Koordination und Reaktionsschnelligkeit. Der Dividat wurde speziell entwickelt, um kognitive und motorische Fähigkeiten gleichzeitig zu fordern und wird sehr effektiv zur Sturzprävention und zur Verbesserung der Gangsicherheit eingesetzt.
Diese Freude am Wettbewerb und der Ansporn, sich anzustrengen, können wirklich dazu beitragen, deine neurologischen Probleme zu verringern.49
Durch den Sphery, den ddrobotec und den Dividat lernen Parkinson-Patient:innen, ihre geistigen Fähigkeiten besser einzusetzen. Die Spiele verbessern deine Fähigkeit, schnell Entscheidungen zu treffen, und helfen dir auch, dich besser in deiner Umgebung zurechtzufinden. Einfach ausgedrückt: Es hilft dir, im Alltag schneller Entscheidungen zu treffen – egal ob beim Kochen, beim Medikamentenmanagement oder beim Planen von sozialen Treffen wie dem monatlichen Kegeln.50,53
Besonders die Auswirkungen des Freezing-Phänomens werden mit dem Skill Court verbessert. Dabei kommt das sogenannte „Cueing" zur Hilfe. Cues sind kleine Erinnerungen oder Signale (z. B. Linien, Muster, Geräusche oder Berührungen), die dir helfen können, Bewegungen besser zu steuern. Im Sphery und im ddrobotec werden verschiedene Reize und Signale trainiert, die es dir erleichtern können, die Richtung zu wechseln, loszugehen oder anzuhalten.55,56,58
Krafttraining
Ein langfristiges Krafttrainingsprogramm fördert auch die Anpassungsfähigkeit deines Gehirns und deiner Nerven. Neben diesen nervenbedingten Anpassungen scheint Krafttraining auch zu „neuroprotektiven Vorteilen" beizutragen. Neuroprotektion ist einfach gesagt eine Strategie, die darauf abzielt, Nervenzellen zu schützen und ihre Zerstörung zu verlangsamen. Selbst ein kurzfristiges Krafttraining kann schon langfristige, bis zu 12-monatige neuroprotektive Erfolge erzielen. Das bedeutet vereinfacht: Krafttraining schützt nachhaltig vor einer Verschlechterung deiner Symptome!44,45
Durch eine Steigerung deiner Muskelkraft kannst du deine Gehgeschwindigkeit, Gehstrecke und Mobilität erheblich verbessern. Diese Verbesserungen erleichtern dir die täglichen Aktivitäten und erhöhen deine Unabhängigkeit im Alltag.87 Eine bessere Balance und muskuläre Kontrolle verringern ausserdem dein Sturzrisiko erheblich.90 Eine verbesserte Stabilität und Kraft helfen dir, Verletzungen zu vermeiden und deine Sicherheit im Alltag zu erhöhen.88
Forschungen zeigen, dass Krafttraining Symptome wie Depressionen und kognitive Beeinträchtigungen verringern kann. Ausserdem kann ein individuelles Trainingsprogramm dein emotionales Wohlbefinden steigern. Regelmässiges Krafttraining kann also nicht nur deine körperlichen, sondern auch deine geistigen und emotionalen Symptome bei Parkinson verbessern.90,92,93,94
Nebenbei stärkt Krafttraining auch deine Atemhilfsmuskulatur, was zu einer verbesserten Atemfunktion führt. Eine effizientere Atmung kann deine Ausdauer steigern und Müdigkeit verringern, sodass du länger aktiv bleiben und deine täglichen Aufgaben leichter bewältigen kannst. Und nicht zu vergessen: Atemkontrolle spielt eine entscheidende Rolle beim Sprechen. Eine stärkere Atemmuskulatur kann deine Stimmqualität verbessern, wodurch es Parkinson-Patient:innen leichter fällt, verstanden zu werden.33,36
Krafttraining gehört definitiv zu einem vielschichtigen Behandlungsansatz dazu, weil es so viele Vorteile hat. Es ist ein unersetzbarer Teil, um belastbar zu bleiben!
Gruppenkurs
Neben unseren Einzeltherapien bieten wir dir mit der Bewegungsgruppe auch ein Gruppenangebot speziell für Menschen mit Parkinson. Gemeinsam mit anderen Teilnehmenden trainierst du gezielt Übungen, die deine Balance, Koordination und Gangsicherheit verbessern. Dabei setzen wir auch auf interaktive Trainingssysteme wie den Sphery oder den Dividat, die Bewegung mit kognitiven Aufgaben verbinden und dir helfen, dein Gleichgewicht und deine Reaktionsfähigkeit spielerisch zu trainieren. So bleibt das Training abwechslungsreich, motivierend und macht gleichzeitig Spass am gemeinsamen Austausch mit anderen Betroffenen.
Unser Gruppenkurs ist darauf ausgerichtet, dir mehr Sicherheit in deinen täglichen Bewegungen zu geben. Gemeinsam arbeiten wir daran, dass du deine Selbständigkeit nicht nur erhältst, sondern sogar steigerst, sei es beim Gehen, beim Treppensteigen oder bei anderen Alltagsaktivitäten. Das regelmässige Training in der Gruppe kann dir zudem helfen, dein Sturzrisiko zu senken und wieder mehr Vertrauen in deinen Körper zu gewinnen.
Die Teilnahme an unserer Bewegungsgruppe ist auch mit einer Verordnung von deinem Arzt möglich.
Fazit zu den Therapiemethoden
Ein kombiniertes Trainingsprogramm bringt riesige Vorteile! Multimodale Trainingsprogramme zeigen, dass verschiedene Trainingsmethoden (wie Kraft, Ausdauer, Koordination usw.) zusammen effektiver sind und bessere Ergebnisse für deine allgemeine Gesundheit erzielen, als wenn du nur einzelne Fähigkeiten trainierst.88,91 Es gibt also keine „Schwarz/Weiss"-Lösung, sondern es ist eine umfangreiche Therapiegestaltung gefragt, die dich bei deinen spezifischen Problemen zielgerichtet weiterbringt.
Ernährung
Ganz ehrlich, wir können dir noch keine genaue Empfehlung geben, welche Lebensmittel oder Ernährungsweisen die Parkinson-Erkrankung direkt beeinflussen. Dazu fehlen uns noch handfeste wissenschaftliche Beweise. Trotzdem macht es absolut Sinn, sich mit dem Thema Ernährung zu beschäftigen, denn es bringt viele Vorteile mit sich – ganz egal, wie es sich direkt auf deine Parkinson-Symptome auswirkt.
Was aber vielversprechend aussieht, ist die mediterrane Ernährung. Sie könnte die Krankheit positiv beeinflussen, weil sie voller Antioxidantien steckt, entzündungshemmend wirkt und auch die Zusammensetzung deines Darmmikrobioms (die guten Bakterien in deinem Darm) beeinflusst. Auf deinem Teller landen dabei viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, Fisch, gesunde Fette (besonders Olivenöl) und – wenn du möchtest – ein moderater Weinkonsum (aber das ist natürlich immer eine ganz persönliche Entscheidung).69
Die mediterrane Ernährung beeinflusst über die Veränderungen im Darmmikrobiom auch die Darm-Hirn-Achse positiv. Das kann entzündliche Prozesse im Gehirn steuern und deine neurologische Gesundheit verbessern, also nervenzellenschützend wirken.70
Darm-Hirn-Achse
Die Darm-Hirn-Achse ist wie ein Kommunikationsnetzwerk zwischen deinem Magen-Darm-Trakt und deinem Gehirn. Stell dir vor, sie tauschen ständig Informationen aus! Zum Beispiel kann Stress im Gehirn deinen Darm beeinflussen (kennst du das, wenn dir schlecht wird?), und umgekehrt können Probleme im Darm, wie eine Entzündung, dein Gehirn beeinflussen und Gefühle wie Angst oder Depression auslösen.
Besonders Patient:innen mit Verstopfungsproblemen profitieren von einer mediterranen Ernährungsweise. Das liegt wahrscheinlich an der erhöhten Aufnahme von Ballaststoffen, was auch den allgemeinen Empfehlungen zur Behandlung von Verstopfung entspricht.71
Eine aktuelle Studie hat sogar gezeigt, dass eine Kombination aus Prä- und Probiotika mit zusätzlichen Ballaststoffen bei Parkinson die Stuhlhäufigkeit erhöht, den Stuhl weicher macht und den Gebrauch von Abführmitteln reduziert!72
Fazit
Parkinson wird durch einen Dopaminmangel verursacht und führt zu Problemen mit Bewegung und Gleichgewicht sowie zu Problemen beim Denken und anderen nicht-motorischen Symptomen. Risikofaktoren wie Alter, Geschlecht, eine geringe genetische Veranlagung und Umweltfaktoren wie Pestizide spielen bei der Entstehung eine Rolle. Parkinson ist eine Herausforderung, aber es gibt auch gute Nachrichten: Regelmässige Bewegung und ein aktiver Lebensstil können dich schützen!
Ein multidisziplinärer Ansatz – also ein Team aus Physiotherapeut:innen, Ergotherapeut:innen, Logopäd:innen und psychologischer Betreuung – ist entscheidend. Aerobes Ausdauertraining, Gang- und Laufbandtraining, kognitives Training (wie der Skill Court) und Krafttraining sind alles wirksame Trainingsmethoden. Sie verbessern deine motorischen Fähigkeiten, dein Gleichgewicht und deine Denkfunktionen und können dein Wohlbefinden erheblich steigern.
Eine mediterrane Ernährung, reich an Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, Fisch und gesunden Fetten, unterstützt deine Gesundheit und fördert eine positive Darm-Hirn-Achse.
Mit einem aktiven Lebensstil und einer ausgewogenen Ernährung kannst du deine Symptome lindern und deine Unabhängigkeit bewahren. Du hast die Kraft und die Mittel, deine Lebensqualität zu verbessern!
Quellenangaben
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Stand August 2026








